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Freiwilliges soziales Jahr bei den Albert-Schweitzer-Einrichtungen

Das wahre Leben kennenlernen

Nach der Schule oder einem Auslandsaufenthalt klappt es oft nicht auf Anhieb, einen Ausbildungs- oder ein Studienplatz zu bekommen. Eine schöne Alternative ist hier ein freiwilliges soziales Jahr, kurz FSJ (ab 16 bis 26 Jahre) oder der Bundesfreiwilligendienst, kurz BFD (ab 16 Jahre).

Beim FSJ schnuppern die Freiwilligen ins Arbeitsleben, können ihre Persönlichkeit weiterentwickeln und ihre sozialen Kompetenzen stärken, sich beruflich orientieren und das gesellschaftliche Leben aktiv mitgestalten. Dieses Jahr wird in der Regel auch als Wartesemester angerechnet.
Die Albert-Schweitzer-Einrichtung Dinslaken (ASE) bietet jungen Erwachsenen in verschiedenen Bereichen der Werkstätten, die auf fünf Standorte in Dinslaken aufgeteilt sind, unterschiedliche Wirkungskreise. Die Aufgabenbereiche sind vielseitig und umfassen im Wesentlichen die individuelle Assistenz von Menschen mit Behinderung, um ihnen eine bessere Teilhabe am Arbeitsleben sowie im Alltag zu ermöglichen. Außerdem werden die FSJ´ler gerne in den 3 Wohnheimen der ASE und dem Wohnheim der Lebenshilfe in Dinslaken eingesetzt.

Was sind die Voraussetzungen für ein freiwilliges soziales Jahr?
Jeder zwischen 16 und 26 Jahren, der seine Schulpflicht beendet hat kann FSJ´ler werden. „Im Vordergrund stehen bei uns keine Zeugnisse oder Noten, viel wichtiger ist uns ein freiwilliger, offener und respektvoller Umgang mit den Mitmenschen und ein bestehendes Interesse an der Begleitung sowie Unterstützung von Menschen mit Behinderung“, erklärt Verena Holten, Sozialer Dienst der Werkstatt 1.

Was kann ich erwarten?
Neben der Einführung in den Werkstatt-, bzw. Wohnheim-Alltag, stehen 25 Fortbildungstage für die FSJ´ler an. Zu diesen Terminen sind meistens alle Teilnehmer aus der Einrichtung eingeladen, sodass der Kontakt und Austausch untereinander passieren kann. Während der 12 Monate, die auf Wunsch auf max. 18 Monate verlängert werden können, erfahren die Freiwilligen das wahre Leben, lernen den Arbeitsalltag kennen und das Miteinander unterschiedlicher Menschen mit und ohne Behinderungen. Auch wenn ein freiwilliges soziales Jahr ehrenamtlich ist, bekommen die Teilnehmer eine Aufwandsentschädigung in Form von Taschengeld und Verpflegung. Ebenso haben FSJ´ler einen gesetzlichen Urlaubsanspruch und erhalten einen FSJ-Ausweis mit dem man bei vielen Einrichtungen einen freien oder ermäßigten Eintritt hat. Nach Beendigung wird ihnen ein Zeugnis ausgestellt.

Interesse geweckt?
Das FSJ beginnt in der Regel am 1. September.
Ansprechpartnerin ist Verena Holten von der ASE, Tel. 02064/ 4354-12
E-Mail: vholten@ase-dinslaken.de